Fachbegriffe


Alveole
Lungenbläschen, Ort des Gasaustausches in der Lunge.


chronische Toxizität
toxische Wirkungen, die auf einen Langzeitkontakt mit dem toxischen Agens beruhen.

Cornea
Die Hornhaut des Auges.


Gingiva
Das den Zahn umgebende Zahnfleisch.


in vitro
(=" im Reagenzglas") in Kulturflaschen, Versuche ohne Einsatz von Tieren an Zellkulturen


in vivo
im lebenden Organismus, Untersuchungen an Tieren, im Tierversuch


immunotoxische Wirkungen
Das Immunsystem betreffende toxische Wirkungen. Sie sind in aller Regel systemischer Art und derzeit nur in vivo zu analysieren. Typischerweise sind die Wirkungen immunotoxischer Substanzen sehr komplex und häufig von anderen toxischen Wirkungen nicht zu trennen. Beispiel: Dioxin = immunotoxisch ("Chlorakne") und karzinogen.

Allergen
Eine allergische Reaktion auslösende Substanz. Ursache ist die Überreaktion des Immunsystems. Allergische Wirkungen sind nicht gleichzusetzen mit toxischen Wirkungen.


AMES-Test
Klassischer, gemäß EN ISO 10993-3 normgerechter, Test auf erbgutverändernde Wirkungen von Substanzen und Materialextrakten


Fibroblasten
Bindegewebszellen. Häufig eingesetzt für standardisierte Untersuchungen, da sie sehr gut untersucht und einfach zu kultivieren sind. Die Zelllinie L929 ist ein Bindegewebszelllinie der Maus.


Genotoxizität
Die erbgutverändernde Wirkung. Substanzen, die durch direkte oder indirekte Wirkung die Struktur und den Informationsgehalt der Erbsubstanz verändern.


HTS
"High Throughput Screening" = Hochdurchsatzscreening von Substanzen auf bestimmte Funktionen oder auch Toxizität. Es wird eine große Anzahl verschiedener Substanzen in kurzer Zeit analysiert, und es wird sehr wenig Substanzmenge zur Analyse benötigt.


Keratinozyten
Die Epidermis bildenden Zellen. Sie bilden das Keratin, welches der Haut Ihre Festigkeit verleiht.


Leuchtbakterien
Mikroorganismen mariner Herkunft, teilweise als Symbionten in bestimmten Fischarten. Sind in der Lage Stoffwechselenergie bei genügender Sauerstoffzufuhr in Lichtenergie umzuwandeln (Biolumineszenz). Diese Biolumineszenz ist der Messparameter der Toxizitätsmessungen des CYTOX Development Prüfsystems

lokale Toxizität
Sind toxische Wirkungen nur auf ein Gewebe, ein Organ oder einen Körperbereich zu begrenzen spricht man von lokaler Toxizität (Gegensatz: systemische Toxizität)


marin
im Meer lebend, dem Meer entstammend


Melanozyten
Die Melanozyten sind die Pigment bildenden Zellen der Haut. Sie produzieren das Melanin, welches für die Bräunung der Haut verantwortlich ist. Diese Pigmente schützen die Haut vor übermäßiger UV-Exposition.


Monolayer
In der Zellkultur eine einlagige Schicht aus kultivierten Zellen.


Mutagen
Allgemein: erbgutverändernd. Speziell: Eine Substanz, die ohne weitere Metabolisierung in der Lage ist eine erbgutverändernde Wirkung zu entfalten (s.a. Promutagen)


Ösophagus
Die Speiseröhre.


organotypische Zellkultur
eine in vivo-nahe Form der Zellkultur. Durch verschiedene Zellkulturtechniken werden die Zellen in der dritten Dimension restrukturiert, um möglichst gewebeähnliche Verhältnisse in vitro zu erhalten.


PCP
Pentachlorphenol, eine stark toxische Substanz, findet Verwendung als Fungizid und Konservierungsmittel, ein chlorierter Kohlenwasserstoff, siehe auch
http://www.umweltministerium.bayern.de/service/umwberat/ubbpcp.htm


Promutagen

Ein Promutagen wird durch metabolische Prozesse des Organismus erst zur mutagen wirkenden Substanz. Sehr häufig sind metabolische Prozesse in der Leber an diesem Prozess beteiligt.


systemische Toxizität
toxische Wirkung, die den gesamten Organismus betrifft und in der Regel nur über Tierversuche nachgewiesen wird. (Gegensatz: lokale Toxizität)



Teratogenität
("fruchtschädigende Wirkung"). Substanzen, die toxische Wirkungen auf den Embryo ausüben (=Embryotoxizität). Das wohl tragischste Beispiel einer teratogenen Substanz ist der Wirkstoff Thalidomid ("Contergan").


Toxizität, toxisch
giftig


Zellmembranintegrität
Die Analyse auf Funktionsfähigkeit der Zellmembran. Einige toxische Substanzen zerstören die Zellmembran. Dies führt unweigerlich zum Tod der Zellen. Insbesondere oberflächenaktive Substanzen (Detergentien) gefährden die Membranintegrität. CYTOX erfasst die Stabilität der Zellmembran quantitativ durch den Nachweis bestimmter, aus der Zelle diffundierender Stoffe, welche bei intakter Zellmembran nicht außerhalb der Zelle zu finden sind.


Zytotoxizität
"Zellgiftigkeit". Die Giftwirkung auf zellulärer Ebene.

 

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